Zum Inhalt springen
Pipfold

Anleitung, Fragen, Herkunft

Alles, was auf der Startseite keinen Platz braucht. Zum Spielen musst du hier nichts gelesen haben — fang einfach an.

Die Regeln

  1. Die Klappen 1 bis n stehen offen (n = 9, 10 oder 12). Du würfelst.
  2. Klapp die Klappen zu, die zusammen genau die Augensumme ergeben — eine einzelne oder mehrere.
  3. Weniger Würfel sind erlaubt, sobald sie noch reichen: mit k Würfeln, wenn die offene Summe höchstens 6·k beträgt.
  4. Geht kein Zug mehr, ist die Runde vorbei.
  5. Deine Punkte sind die Summe der offen gebliebenen Klappen — weniger ist besser, null ist perfekt.

Was du dazustellen kannst

Alles davon steht im Spielmenü unter „Einstellungen“.

EinstellungWas sie ändert
Klappen 1–9, 1–10 oder 1–12Die Länge der Reihe. Bei 1–12 kommt ein dritter Würfel dazu, sonst wäre die 12 nur mit Kombination erreichbar.
Ein Würfel ab der 7Die klassische Wirtshausregel: Sobald alle Klappen ab 7 zu sind, darfst du mit einem Würfel werfen.
Nur einzelne KlappenKeine Kombinationen mehr — es zählt nur, was eine Klappe allein trifft. Deutlich härter.
Plus und minusDie Schul- und Hausvariante: Zielzahl ist jede Zahl, die sich mit + und − aus den Augen bilden lässt. 6 und 5 werden zu 11 oder 1. Klassisch zählt nur die Summe.
Gleiche Würfel für alleZu mehreren bekommt jede Person dieselbe Wurffolge. Dann entscheidet nur, wer besser damit umgeht.
GarniturAhorn, Nussbaum oder Esche — und eine Fassung mit hartem Kontrast für schwache Sicht oder Sonne.
Töne und BewegungBeides lässt sich abstellen; die Systemeinstellung für weniger Bewegung wird ohnehin übernommen.

Steuerung

Hochkant am Telefon: oben links die offene Punktzahl, oben rechts vier Symbole — Pfeil zurück, Fragezeichen, Kreis, Pfeil ins Menü. Unten die Zeile Würfel antippen.
Die vier Symbole oben rechts: zurück, Tipp, neu, Menü.
 Am GerätAm Rechner
WürfelnWürfel antippenLeertaste
Klappe wählenKlappe antippenZiffern
ZuklappenWürfel noch einmal antippenEnter
Zurücknehmen oben rechtsZ
Tipp oben rechtsH
Neue Runde oben rechtsN
Menü ganz rechtsEsc

Der Tipp zeigt einen möglichen Zug, spielt ihn aber nicht — sonst wäre er keine Hilfe, sondern die Lösung.

Zu mehreren, ohne Server

Zu viert am Telefon: der Kasten sitzt in der oberen Bildhälfte, unten steht Spieler 1 mit 4 treffen.
Unten steht, wer dran ist — sonst nichts.

Reihum am selben Tisch — so, wie der Kasten auch aus Holz herumgeht. Es gibt keinen Netz-Modus, keine Freundesliste und keine Einladung: das Gerät liegt zwischen euch, und wer dran ist, steht unten.

ArtWie es läuft
SoloEine Runde für dich. Gezählt wird in getrennten Töpfen je Variante: Runden, wie oft ganz zugeklappt, beste Runde, Durchschnitt.
Zu zweit bis zu viertReihum, jede Person spielt ihre Runde zu Ende. Wer weniger Punkte offen lässt, gewinnt.
TurnierBest of 3 oder Best of 5, mit Stechen bei Gleichstand.
Gleiche WürfelAlle bekommen dieselbe Wurffolge — dann liegt es nur noch am Kopf, nicht am Glück.

Eine angefangene Runde lässt sich fortsetzen, auch mitten in der Übergabe zwischen zwei Leuten. Das Spiel merkt sich, wer gerade dran war.

Häufige Fragen

Kostet das wirklich nichts?Ja. Kein Kauf, kein Abo, keine Werbung, nichts freizuschalten. Es gibt auch keine „Vollversion“.
Brauche ich ein Konto?Nein. Es gibt keins — auch nicht als Angebot.
Brauche ich Internet?Nur einmal zum Laden, rund 14 MB. Danach läuft es offline; die Android-Fassung hat gar keine Netz-Berechtigung.
Was ist Shut the Box?Ein altes Würfelspiel: neun Klappen, zwei Würfel, zuklappen was die Augensumme ergibt. Gemeinfreie Tradition, in vielen Gaststuben steht so ein Kasten.
Wo liegt mein Spielstand?Auf deinem Gerät. Im Browser im lokalen Speicher, in den installierten Fassungen bei der App. Wir sehen ihn nie.
Kann ich gegen jemanden spielen?Zu viert am selben Gerät, auf Wunsch als Turnier. Über das Netz nicht — es gibt keinen Server dafür.
Ist es für Kinder?Es rechnet bis zwölf und geht ab dem Schulalter gut. Eigens für Kinder gemachte Sachen haben wir auch: kistli.com.

Was Pipfold nicht kann

Das Android-Paket prüfen

Die Android-Fassung wird ohne Netz-Berechtigung ausgeliefert — sie kann technisch gar nichts senden. Nachprüfbar: Das Paket trägt unseren eigenen Signaturschlüssel, SHA-256 des Zertifikats 5c6eaac0 0423c7b9 b1df6cfe 447483c7 252bae44 6a3a3591 568ec85d 9b71c391 — stimmt er nicht, ist es nicht unser Paket. Mit dem mana-Store gibt es dazu Signaturprüfung und automatische Aktualisierung.

Woher es kommt

Shut the Box steht in Wirtsstuben und stand angeblich auf Fischerbooten in der Normandie. Die Regeln gehören niemandem — es gibt nichts zu lizenzieren und nichts zu erfinden. Zu tun blieb also nur das, was solche Umsetzungen sonst falsch machen: den Kasten wie einen Kasten aussehen und klingen lassen und alles weglassen, was sich davorstellt.

Der Name: pip ist das Würfelauge, fold das Umlegen der Klappe — und ein fold ist zugleich ein Gehege, der Ort, an dem die Augen gehalten werden. Bis Juli 2026 hiess das Spiel „Klappenspiel“; der deutsche Name war international nicht tragfähig.

Technisch ein Godot-4.7-Spiel mit einem prozeduralen Holz-Shader und einem eigenen Würfel-Mesh. Der Quelltext steht unter der AGPL-3.0, die Web-Fassung liegt auf unserem eigenen Server. Gebaut vom Verein mana in Tägerwilen — einem gemeinnützigen Verein, der Software macht, die den Leuten gehört, die sie benutzen. Die anderen Spiele des Vereins stehen auf wolkenschein.com.

Und wovon lebt ihr, wenn nichts kostet?

Von Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Auftragsarbeiten — nicht von dir und nicht von deinen Daten. Deshalb gibt es hier nichts zu kaufen, nichts freizuschalten und keine Messung im Spiel: Es gäbe niemanden, dem wir die Zahlen verkaufen würden. Wer will, dass es solche Sachen weiter gibt, kann den Verein unterstützen — muss aber nicht, und wird hier auch nicht danach gefragt.