Shut the Box: die Varianten
Das Klappenspiel wird an jedem Tisch ein bisschen anders gespielt. Hier stehen die verbreiteten Fassungen, was sie ändern — und welche davon in Pipfold einstellbar sind. Die Grundregeln stehen unterRegeln. Diese Seite gibt es auchauf Englisch.
Wie viele Klappen — und wie viele Würfel
| Fassung | Würfel | Startsumme | Wie sie sich spielt |
|---|---|---|---|
| Klappen 1–9 die klassische | zwei | 45 | Die Fassung, die in den meisten Wirtsstuben steht. Zwei Würfel erreichen jede Zahl von 2 bis 12, die Reihe hört bei 9 auf — die 10, 11 und 12 gehen nur als Kombination. |
| Klappen 1–10 | zwei | 55 | Eine Klappe mehr, dieselben zwei Würfel. Länger, und das Ende wird schwerer: bleibt zuletzt die 10 allein stehen, muss die Augensumme genau 10 sein — das trifft 3 von 36 Würfen. |
| Klappen 1–12 die grosse | drei | 78 | Der dritte Würfel gehört dazu, sonst wären 11 und 12 nur als Kombination erreichbar. Deutlich mehr Wahlmöglichkeiten je Wurf — und mehr, was man falsch machen kann. |

In allen drei Fassungen gilt dieselbe Grundregel: sobald die noch offene Summe höchstens 6·k beträgt, darf mit k Würfeln geworfen werden.
Zusatzregeln
| Regel | Was sie ändert |
|---|---|
| Ein Würfel ab der 7 | Die klassische Wirtshausregel: Sobald alle Klappen von 7 aufwärts zu sind, darf mit einem Würfel geworfen werden. Belohnt, wer zuerst die grossen Klappen wegräumt. |
| Nur einzelne Klappen | Keine Kombinationen mehr — es zählt nur, was eine einzelne Klappe allein trifft. Deutlich härter, und die Runden werden kurz. |
| Plus und minus | Die Schul- und Hausvariante: Zielzahl ist jede Zahl, die sich mit + und − aus den Augen bilden lässt. Aus 6 und 5 wird 11 oder 1. Klassisch zählt nur die Summe — mit dieser Regel wird aus dem Klappbrett ein Rechenspiel. |
| Gleiche Würfel für alle | Zu mehreren bekommt jede Person dieselbe Wurffolge. Dann entscheidet nur noch, wer besser damit umgeht — kein Glück mehr im Vergleich. |
Alle vier stehen in Pipfold im Spielmenü unter „Einstellungen“ und sind einzeln zuschaltbar. Voreingestellt ist die klassische Fassung: 1–9, zwei Würfel, Kombinationen erlaubt, nur die Summe zählt.
Hausregeln, die es hier nicht gibt
Shut the Box ist gemeinfrei und wird deshalb überall etwas anders gespielt. Diese Regeln begegnen einem — und Pipfold setzt sienicht um:
- Pasch. Je nach Tisch bringt ein Pasch einen weiteren Wurf oder eine frei wählbare Klappe. Eine allgemein verbindliche Fassung gibt es nicht — bei uns zählt ein Pasch als ganz normaler Wurf.
- Einsatz und Topf. In Gaststuben wird auch um einen Einsatz gespielt, den bekommt, wer zuklappt. Bei uns gibt es nichts zu setzen und nichts zu gewinnen — das Spiel kennt kein Geld und keine Währung.
Wenn eine davon bei euch am Tisch gilt und dir fehlt:schreib uns. Wir sagen dann ehrlich ja oder nein — aber wir behaupten sie nicht, solange sie nicht drin ist.
Garnitur und Ton
Kein Regelwerk, aber die Frage kommt: Der Kasten gibt es in drei Garnituren — Ahorn, Nussbaum und Esche, jeweils mit eigenem Filz. Dazu eine Fassung mit hartem Kontrast für schwache Sicht oder helles Licht draussen. Töne und Bewegung lassen sich abstellen; die Systemeinstellung für weniger Bewegung wird ohnehin übernommen.

Weiter
- Die Grundregeln — mit einer komplett durchgespielten Runde.
- Zu zweit, zu dritt, zu viert — reihum am selben Gerät, auf Wunsch als Turnier.
- Jetzt spielen — alle Varianten sind im Startmenü einstellbar.